• Fairteilen.Macht.Mehr

    Coltan im Kongo – Was hat dein Smartphone mit Ebola zu tun?

    23.Juli 2026: In der Demokratischen Republik Kongo sind inzwischen mehr als 1.000 Menschen an Ebola gestorben. Medikamente und Impfstoffe gibt es für die aktuelle Virusvariante nicht. (tagesschau) Menschen, die sich im nördlichen Teil der Provinz Nord-Kivu mit dem Virus infizieren, sterben fast doppelt so häufig wie Betroffene in anderen Teilen des Ausbruchsgebiets. Anhaltende Konflikte, schwache Überwachung und Misstrauen in den Gemeinden verhindern, dass viele Betroffene überhaupt Gesundheitseinrichtungen erreichen, warnt das International Rescue Committee (IRC).

    Dr. Nelson Kambale ist Arzt in Goma, in der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu. Felicitas Renard ist Pfarrerin und arbeitet bei difäm, dem Deutschen Institut für ärztliche Mission auf der Paul Lechler Höhe in Tübingen. Wir sprechen mit den beiden darüber, wie Gesundheitsversorgung und Rohstoffgerechtigkeit zusammenhängen, über den Umgang mit dem kolonialen Erbe im Kongo und der Rolle der Kirche. Und über Optimismus. Denn den brauch es für das unermüdliche Engagement von Menschen wie Nelson.

    Kaffee in Brasilien – Frauen machen Kaffee fair

    Kaffee und Kolonialismus sind untrennbar miteinander verbunden. Im 17. und 18. Jahrhundert brachten die europäische Kolonialmächte Belgien, Niederlande, Frankreich und Großbritannien Kaffee in ihre Kolonien, um möglichst viel daran zu verdienen. Die Kolonialmächte kontrollierten den Handel und bestimmten die Preise. Viele Kaffee produzierende Länder sind bis heute von Exporten abhängig.

    Kaffee ist nach Öl der am zweithäufigsten gehandelte Rohstoff der Welt. Die Arbeitsbedingungen sind hart. Viele können kaum vom Kaffeeanbau leben. Kinderarbeit ist eine häufige Folge.

    Aber es gibt auch Hoffnungsschimmer: Kaffee war das erste fair gehandelte Lebensmittel, das weltweit verkauft wurde.

    Wir sprechen mit dem kleinen aber feinen Tübinger Unternehmen Dona Sá – Frauen machen Kaffee Fair. Ihre Handelspartnerin ist Inês Vinci in Brasilien. Dona Sá handelt direkt und persönlich mit Kleinbäuerinnen in Brasilien. Mit ihrer kleinen Kaffeefarm ernährt sie im ökologischen Anbau ihre Familie mit drei Kindern und einige Saison-Arbeitende. Den Kaffee, den sie angebaut, gegossen und geerntet hat, können wir im CaféLädle von DonaSá in der Tübinger Sigwartstraße trinken.

    Vor Ort – Die FAIRstrickt Aktionswochen 2026

    „Fairteilen.Macht.Mehr – Ressourcengerechtigkeit weltweit“ war auch das Motto der diesjährigen FAIRstrickt-Aktionswochen vom 16.-26. April. Zahlreiche Tübinger Initiativen haben den ungleichen Zugang zu Rohstoffen kritisch beleuchtet und unterschiedliche Aspekte ihrer Arbeit vorgestellt. Hanna mit einigen von ihnen gesprochen.

    Ihr hört:

    Hanna Smitmans, FAIRstrickt-Koordinatorin, über die Bandbreite an Aktivitäten während der Aktionswochen

    Johannes Lauterbach, Eine-Welt-Regionalpromotor über die Eine-Welt-Arbeit in Baden-Württemberg

    Rocio Rueda Ortiz vom EpIZ Reutlingen über die Zusammenhänge von Feminismus, Frieden und Ressourcengerechtigkeit

    Anna Römer und Hannes Brötz von der Meistergoldschmiede Grüngold über faires Gold

    Textilproduktion in Indien – wie aus Selbsthilfe ein internationales Handelsunternehmen wurde

    Nivedita, Shalmali und Sarah haben eine gemeinsame Vision: Sie möchten schöne Textilien, Nachhaltigkeit, gute Arbeitsbedingungen und Empowerment miteinander verbinden.

    In dem Textilunternehmen Kumbaya Producer Company Limited in der ländlichen Region Madhya Pradesh in Zentral-Indien arbeiten vorrangig Frauen und Personen mit Behinderungs-Erfahrung an wunderschönen Stoffen aus Recyclematerial. Das Design kommt u.a. von Sarah, die die Textilien in ihrem Laden Botho zu uns in die Tübinger Innenstadt bringt.

    Textilproduktion in Indien – wie aus Selbsthilfe ein internationales Handelsunternehmen

    Nivedita, Shalmali und Sarah haben eine gemeinsame Vision: Sie möchten schöne Textilien, Nachhaltigkeit, gute Arbeitsbedingungen und Empowerment miteinander verbinden.

    In dem Textilunternehmen Kumbaya Producer Company Limited in der ländlichen Region Madhya Pradesh in Zentral-Indien arbeiten vorrangig Frauen und Personen mit Behinderungs-Erfahrung an wunderschönen Stoffen aus Recyclematerial. Das Design kommt u.a. von Sarah, die die Textilien in ihrem Laden Botho zu uns in die Tübinger Innenstadt bringt.