Kaffee und Kolonialismus sind untrennbar miteinander verbunden. Im 17. und 18. Jahrhundert brachten die europäische Kolonialmächte Belgien, Niederlande, Frankreich und Großbritannien Kaffee in ihre Kolonien, um möglichst viel daran zu verdienen. Die Kolonialmächte kontrollierten den Handel und bestimmten die Preise. Viele Kaffee produzierende Länder sind bis heute von Exporten abhängig.
Kaffee ist nach Öl der am zweithäufigsten gehandelte Rohstoff der Welt. Die Arbeitsbedingungen sind hart. Viele können kaum vom Kaffeeanbau leben. Kinderarbeit ist eine häufige Folge.
Aber es gibt auch Hoffnungsschimmer: Kaffee war das erste fair gehandelte Lebensmittel, das weltweit verkauft wurde.
Wir sprechen mit dem kleinen aber feinen Tübinger Unternehmen Dona Sá – Frauen machen Kaffee Fair. Ihre Handelspartnerin ist Inês Vinci in Brasilien. Dona Sá handelt direkt und persönlich mit Kleinbäuerinnen in Brasilien. Mit ihrer kleinen Kaffeefarm ernährt sie im ökologischen Anbau ihre Familie mit drei Kindern und einige Saison-Arbeitende. Den Kaffee, den sie angebaut, gegossen und geerntet hat, können wir im CaféLädle von DonaSá in der Tübinger Sigwartstraße trinken.
„Fairteilen.Macht.Mehr – Ressourcengerechtigkeit weltweit“ war auch das Motto der diesjährigen FAIRstrickt-Aktionswochen vom 16.-26. April. Zahlreiche Tübinger Initiativen haben den ungleichen Zugang zu Rohstoffen kritisch beleuchtet und unterschiedliche Aspekte ihrer Arbeit vorgestellt. Hanna mit einigen von ihnen gesprochen.
Ihr hört:
Hanna Smitmans, FAIRstrickt-Koordinatorin, über die Bandbreite an Aktivitäten während der Aktionswochen
Johannes Lauterbach, Eine-Welt-Regionalpromotor über die Eine-Welt-Arbeit in Baden-Württemberg
Rocio Rueda Ortiz vom EpIZ Reutlingen über die Zusammenhänge von Feminismus, Frieden und Ressourcengerechtigkeit
Anna Römer und Hannes Brötz von der Meistergoldschmiede Grüngold über faires Gold
Nivedita, Shalmali und Sarah haben eine gemeinsame Vision: Sie möchten schöne Textilien, Nachhaltigkeit, gute Arbeitsbedingungen und Empowerment miteinander verbinden.
In dem Textilunternehmen Kumbaya Producer Company Limited in der ländlichen Region Madhya Pradesh in Zentral-Indien arbeiten vorrangig Frauen und Personen mit Behinderungs-Erfahrung an wunderschönen Stoffen aus Recyclematerial. Das Design kommt u.a. von Sarah, die die Textilien in ihrem Laden Botho zu uns in die Tübinger Innenstadt bringt.
Nivedita, Shalmali und Sarah haben eine gemeinsame Vision: Sie möchten schöne Textilien, Nachhaltigkeit, gute Arbeitsbedingungen und Empowerment miteinander verbinden.
In dem Textilunternehmen Kumbaya Producer Company Limited in der ländlichen Region Madhya Pradesh in Zentral-Indien arbeiten vorrangig Frauen und Personen mit Behinderungs-Erfahrung an wunderschönen Stoffen aus Recyclematerial. Das Design kommt u.a. von Sarah, die die Textilien in ihrem Laden Botho zu uns in die Tübinger Innenstadt bringt.
LiberenAlBruno – Befreit Bruno – Free Bruno: So lautet die Forderung der indigenen Wayuu und internationaler Unterstützer_innen auf der Halbinsel La Guajira in Kolumbien. Der Fluss Bruno fließt durch das Abbaugebiet der Steinkohlemine El Cerrejón. Sie wird betrieben von Glencore, einem der größten multinationalen Rohstoffkonzerne der Welt mit Sitz in der Schweiz.
Aktivist_innen aus Kolumbien und Deutschland erzählen von ihrem Kampf für den Erhalt eines reichhaltigen Ökosystems, für Gesundheit und Menschenrechte gegen den internationalen Kohlehunger.